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Mitglieder- versammlung des Fördervereins am 27. Juni um 19.00 Uhr im Aufenthaltsraum der Schule

   

Abiturienten des Kurses „Literatur und Theater“ geben im Rahmen einer Werkstattschau Einblicke in ihr Unterrichtsprojekt zur Postdramatik

Im Rahmen eines Unterrichtsprojektes zur Postdramatik hatten die Schüler aus dem Kurs von Marion Feser-Colignon am Kreisgymnasium einige kurze Stücke inszeniert, die sie vor Eltern, Lehrern und Mitschülern zum Besten gaben. „Sollen das etwa Schauspieler sein? Die sehen ja alle gleich aus!“ „Kostüme brauchen wir nicht, um einen König oder einen Bettler darzustellen. Der Status macht den Menschen aus.“ Und überzeugend nahmen alle Schauspieler die erhabene Pose eines Königs oder die demütig bittende Körperhaltung eines Bettlers ein. Auf diese Art und Weise wurde der Betrachter durch das Intro in die Postdramatik eingeführt.

„Eine Story? – Es muss nicht immer eine Geschichte geben. Wir zeigen Themen wie Gewalt, Freude oder Angst“, erklärt Niklas Frank, während die Gruppe im Chor den Satz: „Fühl dich lieber nicht zu sicher“, spricht und bedrohlich auftritt, freudig winkt oder sich angstvoll zusammenkauert. Das Spannende am postdramatischen Theater ist, dass keine Eindeutigkeit mehr herrscht. Das Publikum soll sich nicht mit einem Charakter identifizieren. „Das Theater hat sich gewandelt. Lass dich drauf ein!“, war die Aufforderung am Ende des Intros und die Zuschauer waren dazu bereit. Sie ließen sich auf die teils alltagsnahen, aber auch kuriosen Szenen ein, die Schüler in kleinen Gruppen selbst inszeniert hatten und teilweise durch Klavierspiel musikalisch untermalten. Von Liebe erzählten die Szenen, aber auch von Enttäuschung und Tod. Viele Lacher ernteten die Schauspieler bei dem Stück „Das Huhn“ von Ken Campbell, das vom Verhältnis zwischen einer (über)fürsorglichen Mutter und ihrem pubertierenden Sohn handelte, die sich abwechselnd mit Monologen „zutexteten“ und nach Hühnermanier „angaggerten“. Wer am Schluss verrückt war, konnte man nicht ganz beurteilen, aber „gerade die Fragen, die du mit nach Hause nehmen wirst, machen das Theaterspiel erst interessant“. Auch Schulleiterin Jutta Brecht zeigte sich beeindruckt ob der Leistung der Kursstufenschüler, sich in schwierige Themen einzufühlen und diese so umzusetzen, dass im Publikum jeder mitfühlen konnte.

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