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Mitglieder- versammlung des Fördervereins am 27. Juni um 19.00 Uhr im Aufenthaltsraum der Schule

   

TigerZwei erfolgreiche Aufführungen im Musiksaal der Schule: Die Theater-AG ab Klasse 9 spielte „Der Tiger in der Badewanne“ nach Slawomir Mrozek

Zu einem höchst skurrilen und humorvollen Abend lud eine Theater-AG des Kreisgymnasiums ein. Unter der Leitung von Vera Förschner spielten die 11 Schülerinnen und Schüler „Der Tiger in der Badewanne“ nach Slawomir Mrozek. Vera Förschner probte in kurzer, aber intensiver Zeit diese Gesellschaftssatire, in der die Hauptfigur Peter O‘Hey letztlich zu Grunde geht, indem er alle gesellschaftlichen Erwartungen erfüllt, nur um seine Ruhe zu haben. Peter O‘Hey (Dario Bednarz) will nur im Sessel sitzen und in Ruhe seine Zeitung lesen, während seine Frau Martha (Felizitas Kaiser) ihm ständig Vorhaltungen macht. Auch seine Kinder (Kathrin Ganter, Katharina Busenkell und Xenia Stumpf) stören die Ruhe.

 

Plötzlich tritt eine Beamtin (Isabel Vögtle) ein, die sagt, sie sei vom Staat beauftragt, die Familie davor zu warnen, dass sich ein gefährlicher Tiger im Badezimmer eingenistet habe. Kaum ist diese Beamtin verschwunden, erscheint eine Steuereinnehmerin (Shuqing Wu), die von Peter eine „Tigersteuer“ erhebt. Die Steuereinnehmerin wird abgelöst von einem Wissenschaftler (Alina Hackenjos), der auf die Beobachtung von Badezimmer-Tigern spezialisiert zu sein vorgibt, sich in Wirklichkeit aber im Nebenzimmer vergnügt. Währenddessen erscheint ein Zirkusdirektor (Sophie Wunderlich), der Peter erklärt, dass so ein Badezimmer-Tiger als Sensation für seinen Zirkus von größter Bedeutung sei. Er überredet ihn, in seiner Wohnung Zirkusvorführungen zuzulassen. Ein sibirischer Jäger (Sophia Wursthorn) scheint der einzige zu sein, der nichts von Peter erwartet und ihm im Gegenteil eher beistehen will. Stumm abwartend stellt er sich in Peters Wohnzimmer auf, und nur wenn Peter ihn anspricht, bietet er ihm an, ihn in die Freiheit der russischen Steppe zu führen. Peter stimmt ihmbegeistert zu. Dennoch gelingt es ihm nicht, tatsächlich mit dem Jäger wegzugehen.

Schließlich werden Peter und seine Frau im Schlafzimmer von einer Protokollchefin der Regierung (Anna Blum) aufgesucht. Diese erklärt den beiden, dass eine diplomatische Krise abzuwenden sei. Ein Staatsgast, ein Maharadscha, langweile sich so sehr, dass die Beziehungen zwischen den beiden Staaten bedroht seien. Die einzige Attraktion, die man dem Staatsgast noch bieten könne, sei die Jagd auf den Tiger im Badezimmer. Auch dem stimmt Peter zu. Allerdings kommt der Tiger nicht zum Vorschein, was den Maharadscha noch mehr erbost und die Krise verschärft.

Am Ende sieht sich Peter der geballten Macht der Bürokratie und deren Handlanger ausgesetzt. Sie alle sind sich einig darin, dass sich Peter als Köder für den Tiger in die Badewanne legen soll. Auch dieser Erwartung entspricht Peter. Man sieht, wie er das Bad betritt und hört, wie sich die Tür hinter ihm schließt. Nachdem alle einen Blick durch das Schlüsselloch ins Bad geworfen haben, stehen die Beteiligten betroffen da. Ohne dass es ausgesprochen wird, ahnt der Zuschauer, dass Peter entweder dem Tiger oder dem Maharadscha zum Opfer gefallen ist. Seine Frau Martha ist unterdessen dem Wahnsinn verfallen, die älteste Tochter reißt aus, die mittlere scheint das Drama schadlos überstanden zu haben und gibt der jüngsten Schwester die Chance oder den Hinweis, das Scheitern des Vaters nicht als einzige Strategie zu verinnerlichen.

Beeindruckend waren die Präsenz aller Schülerinnen und Schüler, die ihre Rollen sehr überzeugend gespielt haben und die fantasievolle Ausstattung. Das Brutale ging trotz des Absurden unter die Haut.

Für die reibungslos funktionierende Technik (Ton und Licht) waren die beiden Achtklässler Linus Bächle und Manuel Müller verantwortlich.

 

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